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Turm-Gebäude der Max-Planck-Schule
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  • Di, 30.05.2017,
    19:00-21:00 Uhr: Abishow
  • Mi, 31.05.2017: Fußball Kreisentscheid WK 2, Jhg. 2001-2002
  • Di, 06.06.2017,
    09:00-14:00 Uhr: Werftparktheater 5b (Kd)
  • Di, 06.06.2017,
    09:45-13:00 Uhr: Abitur Sportpraxis Leichtathletik I (CAU)
  • Mi, 07.06.2017,
    08:00-10:00 Uhr: Abitur Sportpraxis Volleyball (LZ1)
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Schulprogramm der Max-Planck-Schule

Unser Schulprogramm können Sie sich hier online ansehen oder in folgenden Dateiformaten auch auf Ihren PC herunterladen:

Grundsätze (Leitbild)

Unsere Schule befindet sich im Wandel. Wir begreifen dieses Schulprogramm als Chance zur Gestaltung und Veränderung unserer Schule. Gemeinsam wollen wir - Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern - Initiativen für ein ausgeprägtes Profil und für eine stärkere Identifikation mit der Schule entwickeln. Wir wollen eine Schule, in der wir uns wohl fühlen können und die die Schülerinnen und Schüler angemessen auf eine Zukunft in einer sich wandelnden Welt vorbereitet.

Ausgangspunkt und Grundlage des Schulprogramms sind die in § 4 aufgeführten Bildungs- und Erziehungsziele des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes. Darüber hinaus gehen wir von einer den Lehrplänen entsprechenden Orientierung des Unterrichts an fünf Kernbereichen aus (Grundwerte, Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, Strukturwandel, Gleichstellung, Partizipation) und benennen auch Kompetenzen (Sach-, Methoden-, Selbst-, Sozialkompetenz) und Schlüsselqualifikationen, deren Vermittlung schulischem Lernen und Arbeiten aufgegeben ist (s. Anhang).

Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel werden wir uns an der Max-Planck-Schule auch in Zukunft für die Verwirklichung dieser Ziele engagieren. Wir wissen uns dem Namensgeber unserer Schule verbunden, dem Kieler Physiker und Nobelpreisträger Max Planck - in dem kritischen Bewusstsein, dass die Lebensqualität einer wissenschaftlich-technisch geprägten Kultur wesentlich bestimmt wird von ihren ethischen und ästhetischen Überzeugungen.

Als besonders geschützter Lernort fördert unsere Schule die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen. Dem Dialog als dem wichtigsten Mittel des Umgangs kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Dissens wird als erfahrener Unterschied verstanden, der zur Klärung durch das Gespräch anregt. Respekt und Toleranz sichern diesen Vorgang.

In diesem Sinne vermittelt die Max-Planck-Schule ihren Schülerinnen und Schülern eine solide Allgemeinbildung, die Urteilsfähigkeit ebenso einschließt wie praktische Orientierungen (z.B. Einblicke in die Berufswelt). Dabei zeigt sich die Schule aufgeschlossen gegenüber den berufsspezifischen Kompetenzen der Eltern.

Mit unserem gymnasial ausgerichteten Unterrichtsangebot, weit gefächerten außerunterrichtlichen Veranstaltungen sowie zahlreichen Außenkontakten stellen wir uns den Herausforderungen der Gegenwart. Als traditionelle Ausbildungsschule für die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung unterstützt die Max-Planck-Schule die Erprobung und den Einsatz neuer Unterrichtsformen.
Angesichts der Dynamik gesellschaftlicher Veränderungen wird die Vernetzung der in den Lehrplänen genannten Kompetenzen für die fachliche und pädagogische Orientierung erhöhte Bedeutung erlangen.

Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler wirken gemeinsam auf ein positives zwischenmenschliches Klima hin, in dem sich Freude am Lernen, Neugier, Lust, Motivation und Lernbereitschaft umfassend entfalten und Persönlichkeitsentwicklung viele Wege findet, die zu individueller und sozialer Zufriedenheit führen können.

Die Gestaltung unseres Schullebens vollzieht sich auf allen Ebenen als ein wechselseitiges Geben und Nehmen: Ansprüche an die Qualität der Schule gehen einher mit der Bereitschaft zu Mitgestaltung, Eigenverantwortung und einem entsprechenden Pflichtbewusstsein. Dies gilt gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Wir, Lehrkräfte und Eltern, sehen uns dabei als Partner in der Erziehung der Schülerinnen und Schüler und begleiten in kontinuierlichem Kontakt deren Entwicklung. Wir verpflichten uns, unser Schulprogramm weiterzuentwickeln und entsprechende finanzielle Mittel einzufordern.
Umsetzung und Weiterentwicklung des Schulprogramms an der MPS werden aber entscheidend abhängen von den zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln: Das gilt insbesondere für Verfügungsstunden für die pädagogische Arbeit, Fortbildungsmaßnahmen u.a. für pädagogisch-didaktische Innovationen, für den Umgang mit den modernen Kommunikationstechniken, die Verbesserung und laufende Wartung der technischen Ausstattung. Die den Schulen auferlegte Pflicht, ein Schulprogramm zu entwickeln, muss deshalb einhergehen mit entsprechenden Leistungen des Schulträgers und des Landes.

1. UNTERRICHT

Bei der Vermittlung einer umfassenden Allgemeinbildung steht das Unterrichtsgeschehen im Mittelpunkt. Dabei gilt es, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihre Begabungen zu fördern, aber auch Leistungen einzufordern.

Das soll sie befähigen, sich in das gesellschaftliche Leben zu integrieren und zugleich den eigenen Standpunkt in kritischer Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen zu finden und zu vertreten. Ein zeitgemäßes Grundlagenwissen ist die Voraussetzung dafür, sich neuen Herausforderungen der Arbeitswelt und der Informationsvielfalt stellen und mit anderen problemorientiert zusammenarbeiten zu können. Bewährte Unterrichtsformen und -methoden, zu denen auch Gruppenarbeit, Projektarbeit und offener Unterricht gehören, prägen nach wie vor den Kernbereich der Wissensvermittlung und des praktischen wie theoretischen Methodenerwerbs.

1.1 Unterrichtsverteilung

1.1.1 Aktuelle Schwerpunkte der Unterrichtsverteilung

Die Unterrichtsverteilung richtet sich zunächst nach der vom Land vorgegebenen Stundentafel, die die Anzahl der Stunden pro Fach und Klassenstufe festschreibt.
Darüber hinaus setzt die Max-Planck-Schule folgende Schwerpunkte:

Orientierungsstufe

  • Eine Stunde "Lions Quest" als Klassenlehrerstunde (Kinder werden durch szenische Spiele auf angemessene Verhaltens¬weisen im Alltag vorbereitet; sie lernen gutes Zuhören, werden mit Konfliktlösungsstrategien vertraut gemacht.)
  • Schwimmunterricht in den 5./6. Klassen
  • Unterrichtsangebot in Philosophie als möglicher Ersatz für Religion Förderkurse (Legasthenie u.a.)

Mittelstufe

  • 2. und 3. Fremdsprache gleichrangig im Stundenplan berücksichtigt

Oberstufe

  • Dreistündiger Unterricht in den Naturwissenschaften im 11. Jg.
  • Gleichzeitige Wahlmöglichkeit von drei Naturwissenschaften bzw. drei Fremdsprachen
  • Umfassendes Leistungskursangebot durch Zusammenarbeit mit der Käthe-Kollwitz-Schule (u.a. auch in Kunst und Musik)
  • Sportkursangebot für Rudern und Segeln
  • Sport als 4. Prüfungsfach im Abitur wählbar

1.1.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • PIT ("Prävention im Team") in der 7. und 8. Klasse (Aktionsprogramm in Zusammenarbeit mit der Polizei zur Gewalt- und Drogenprävention)
  • Berufsvorbereitung in den 9. und 10. Klassen
  • Angebot in Religion und Philosophie für die 5.-10. Klasse
  • zusätzliches Sprachenangebot moderner Sprachen als reguläres Unterrichtsfach (ab 9.Klasse)
  • Unterrichtsverteilung auf kleinere Klassenkollegien in der Unterstufe
  • Unterrichtseinheit "Lernen lernen"

1.2 Unterrichtsgestaltung

1.2.1 Aktuelle Schwerpunkte der Unterrichtsgestaltung

  • In den Lerngruppen wird ein engagiertes Arbeitsklima an¬gestrebt.
  • Die Einführung in verschiedene Arbeitsformen fördert den Erwerb von Selbstkompetenz und hebt damit die Qualität eigenverantwortlichen Handelns.
  • Ein niveauvoller Fachunterricht verfolgt die Vermittlung fächerübergreifender Methoden und Zusammenhänge. Erprobung innovativer Unterrichtsmethoden.
  • Selbstständigkeit und Ausdauer werden ebenso gefördert wie die Freude an der schulischen Arbeit.
  • Moderne Informations- und Kommunikationstechniken begleiten den Lernprozess.
  • Transparente Beurteilungsmaßstäbe und Rückmeldung zur Leistungsentwicklung und individuellen Leistungsbeurteilung unterstreichen die Einforderung von Leistungen.

1.2.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

Zusatzangebote und spezielle Lernanreize fördern verstärkt Talente und Neigungen.
Schaffung unbenoteter Freiräume in allen Fächern.

2. SCHULE UND PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Schule dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern auch der Persönlichkeits entwicklung. Letztere erfordert ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrkräften, Schülerschaft und Eltern.

2.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • "Lions Quest"-Programm in der 5. und 6. Klasse
  • (Stärkung der Persönlichkeit von Schülerinnen und Schülern)
  • Themenabende für interessierte Eltern und Lehrer und Lehrerinnen
  • Behandlung pädagogischer Fragen auf Elternabenden
  • Pflege des sozialen Miteinanders in der Klasse
  • Stärkung der Rolle des Klassenlehrers bzw. der Klassenlehrerin (Klassenstunde)
  • Öffentliche Würdigung außerunterrichtlicher Leistungen (im sozialen, künstlerischen, sportlichen etc. Bereich)

2.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Konfliktlotsen
  • Angebot von Intervisions- und Supervisionsgruppen für Lehrerinnen und Lehrer
  • Regelmäßige Behandlung pädagogischer Fragen (Konferenzen, SCHILF-Tage)
  • Pädagogische Konferenzen in den Klassenstufen 5 - 10
  • Klassenstunde
  • Einführung von Patenschaften für Fünftklässler

3. KOMMUNIKATION

Vertrauen in den guten Willen aller Beteiligten ist Voraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit an der Schule. Regelmäßige Information und Diskussion tragen zu einem positiven Schulklima bei.

3.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • Förderung des Engagements von Schülerinnen und Schülern in der SV
  • Unterstützung der Klassensprecher durch Klassenleitung und SV
  • Transparenz der Leistungsbeurteilungen
  • Regelmäßige Information der Eltern durch die Schulleitung (Elternbrief)
  • Forum (Informationsveranstaltung der SV)
  • Klassen-, Stufen- und Schulfeste
  • Homepage (www.max-planck-schule-kiel.de)
  • Jahrbuch

3.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Redaktionelle Betreuung der Schülerzeitung
  • Ansprechende Gestaltung einer Elterninformation
  • Regelmäßige Besprechung pädagogischer Fragen auf allen Konferenzebenen
  • Neugestaltung von Elternsprechtag und Sprechstunden
  • Intensivierung der Kontakte von Eltern untereinander (Klassenfeste, pädagogische Elternabende)
  • Verstärkte Zusammenarbeit des Kollegiums (Klassen, Kurse)

4. ÖFFNUNG DER SCHULE

Die Max-Planck-Schule bietet ein weites Spektrum außerunterrichtlicher Veranstaltungen an und unterhält dabei vielfältige Kontakte zum gesellschaftlichen Umfeld. Solche Aktivitäten werden gefördert, nach Bedarf erweitert und sinnvoll gebündelt, damit die Kontinu¬ität des Unterrichts keine wesentliche Beeinträchtigung erfährt.

4.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • Arbeitsgemeinschaften (vielfältiges Angebot für alle Klassenstufen, z.B. Aqua-Terra AG)
  • "Politikum" (Arbeitsgemeinschaft aus Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen, Lehrern, Gästen, die sich mit aktuellen politischen sowie zeitgeschichtlichen Fragestellungen befasst)
  • musisches Angebot (Unter-, Mittel-, Oberstufenchor, Junior-Bigband, BigBand, Orchester, Instrumentalgruppen)
  • ZISCH (Zeitung in der Schule) in 9./10. Klassen
  • Projektwoche
  • Theater- und Kinobesuche, Besuch von Bibliotheken, Büche¬reien, Ausstellungen
  • Teilnahme am Projekt SAW (schools around the world; weltweiter Austausch von Unterrichtseinheiten im Rahmen der Biologie in den Klassenstufen 8 und 10)
  • Teilnahme am Projekt SINUS (Steigerung der Effizienz des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts in Klassenstufe 9)
  • Teilnahme am COMENIUS - Projekt (Internationales E-Mail- und Internetprojekt mit anderen europäischen Schulen unterstützt vom Europäischen Bildungsprogramm Comenius)
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben (auch im Rahmen des Unterrichts) und internationalen Kooperationsprojekten
  • Klassenfeste, schulübergreifende Stufen- und Schulfeste
  • Sportveranstaltungen
  • Schüleraustausch
  • Skifahrt der 9. Klassen (und andere Klassen- und Kursfahrten)
  • Vortragsveranstaltungen zu aktuellen Fragen
  • Berufsvorbereitung:
    • Besuch des Berufsinformationszentrums des Arbeitsamtes (BIZ), 10.Klassen
    • Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächstraining für den 11. bis 13. Jahrgang
    • Berufseignungstest für den 11. und 12. JahrgangWirtschaftspraktikum des 12. Jahrgangs
    • Besuch des Berufsberaters des Arbeitsamtes
    • Berufsinformationsveranstaltung mit den "Jung-Lions"

4.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Ausweitung der AGs (Einbeziehung von Eltern)
  • Tag der AGs (Konzentration auf einen Nachmittag)
  • Institutionalisierung der Projektwoche
  • Verstärkte Zusammenarbeit mit den Grundschulen und den Nachbarschulen
  • Intensivierung der Kontakte zur Universität

5. RAHMENBEDINGUNGEN

Fortlaufende Sanierung und Modernisierung der schulischen Einrichtungen, Erhaltung und Pflege der Außenanlagen sowie ansprechend gestaltete Räume bilden wichtige Voraussetzungen einer angenehmen Schulatmosphäre.

5.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • Stärkung der Eigenverantwortung für Klassen- und Fachräume und deren Einrichtung
  • Erziehung zum schonenden Umgang mit Ressourcen
  • Fortlaufende Instandhaltung von Schwimmhalle und Sport¬anlagen (Außenanlage Moorteichwiese)
  • Modernisierung der Fachräume und Sammlungen
  • Verein der Freunde

5.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Neugestaltung der Schulhöfe
  • Aufstockung des Schuletats im Rahmen zunehmender Selbstverwaltung
  • Einrichtung von Fachräumen für Sprachen, Religion und Philosophie
  • Ausstattung der Klassenräume mit ergonomischem Mobiliar, Overheadprojektoren und Internetanschlüssen
  • Beibehaltung der Klassenräume in 5-6 und 7-10
  • Einrichtung von Cafeteria und Aufenthaltsräumen inklusive Mittagsangebot

ANHANG

Auszug aus dem Schleswig-Holsteinischen Schulgesetz §4 (Fassung vom 21.12.1998)

1. Bildungs- und Erziehungsziele

(1) Der Auftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht des jungen Menschen auf eine seiner Begabung, seinen Fähigkeiten und seiner Neigung entsprechende Erziehung und Ausbildung, durch das Recht der Eltern auf eine Schulbildung ihres Kindes sowie durch die staatliche Aufgabe, die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler auf ihre Stellung als Bürgerin und Bürger mit den entsprechenden Rechten und Pflichten vorzubereiten.
(2) Es ist die Aufgabe der Schule, die geistigen, seelischen und körperlichen Fähigkeiten des jungen Menschen unter Wahrung des Gleichberechtigungsgebots zu entwickeln. Der Bildungsauftrag der Schule ist ausgerichtet an den im Grundgesetz verankerten Menschenrechten, den sie begründenden christlichen und humanistischen Wertvorstellungen und an den Ideen der demokratischen, sozialen und liberalen Freiheitsbewegungen.
(3) Die Schule soll dem jungen Menschen zu der Fähigkeit verhelfen, in einer ständig sich wandelnden Welt ein erfülltes Leben zu führen. Sie soll dazu befähigen, Verantwortung im privaten, familiären und öffentlichen Leben zu übernehmen und für sich und andere Leistungen zu erbringen, insbesondere auch in Form von ehrenamtlichem Engagement. Sie soll Kenntnisse wirtschaftlicher und historischer Zusammenhänge vermitteln, Verständnis für Natur und Umwelt schaffen und die Bereitschaft wecken, an der Erhaltung der Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen mitzuwirken.
(4) Die Schule soll die Offenheit des jungen Menschen gegenüber kultureller Vielfalt, den Willen zur Völkerverständigung und die Friedensfähigkeit fördern. Sie soll den jungen Menschen befähigen, die Bedeutung der Heimat und der besonderen Verantwortung und Verpflichtung Deutschlands in einem gemeinsamen Europa sowie die Bedeutung einer gerechteren Ordnung der Welt zu erfassen. Zum Bildungsauftrag der Schule gehört die Erziehung des jungen Menschen zur freien Selbstbestimmung in Achtung Andersdenkender, zum politischen und sozialen Handeln und zur Beteiligung an der Gestaltung der Arbeitswelt und der Gesellschaft im Sinne der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
(5) Die Bildungswege sind so zu gestalten, dass jungen Menschen unabhängig von der wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Stellung oder der nationalen Herkunft ihrer Eltern und unabhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit der Zugang zu allen Schularten eröffnet und ein Schulabschluss ermöglicht wird, der ihrer Bega¬bung, ihren Fähigkeiten und ihrer Neigung entspricht.
(6) Bei der Erfüllung ihres Auftrages hat die Schule das verfassungsmäßige Recht der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder (Artikel 6 Abs. 2 des Grundgesetzes) zu achten. Sie darf die religiösen und weltanschaulichen Grundsätze nicht verletzen, nach denen die Eltern ihre Kinder erzogen haben wollen. Die Eltern bestimmen im Rah¬men der Rechtsvorschriften darüber, welche Schule das Kind besucht.
(7) Erziehungsauftrag der Schule ist es auch, die Sexualerziehung durch die Eltern in altersgemäßer Weise durch fächerübergreifenden Sexualkundeunterricht zu ergänzen.
(8) Um den Auftrag der Schule zu erfüllen, sollen Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler bei der Lösung von Konflikten und bei unterschiedlichen Interessen konstruktiv zusammenarbeiten.
(9) Die Schule darf Sachverhalte nicht politisch einseitig behandeln. Sie muss sich parteipolitisch neutral verhalten.
Auszug aus den Schleswig-Holsteinischen Lehrplänen, Abschnitt Grundlagen
(Fassung von 1997)

2. Die Auseinandersetzung mit Kernproblemen

Kernprobleme artikulieren Herausforderungen und Aufgaben, wie sie sich sowohl in der Lebensgestaltung des einzelnen als auch im gesellschaftlichen Handeln stellen.
Im Rahmen der in § 4 Schulgesetz niedergelegten Bildungs- und Erziehungsziele und der dort genannten geschichtlichen Bezüge soll die Auseinandersetzung mit diesen Kernproblemen den Schülerinnen und Schülern Verantwortungs- und Handlungsräume eröffnen.
Die Beschäftigung mit Kernproblemen richtet sich insbesondere auf

  • die Bestimmung und Begründung von Grundwerten menschlichen Zusammenlebens sowie die Untersuchung ihrer Ausgestaltungsmöglichkeiten und Gefährdungen. Solche Grundwerte sind der Frieden, die Menschenrechte, das Zusammenleben in der Einen Welt mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Gesellschaftsformen, Völkern und Nationen (Kernproblem 1: "Grundwerte")
  • die Einsicht in den Wert der natürlichen Lebensgrundlagen und der eigenen Gesundheit, in die Notwendigkeit ihrer Pflege und Erhaltung sowie in die Ursachen ihrer Bedrohung (Kernproblem 2: "Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen")
  • die Einsicht in Chancen und Risiken, die in der Veränderung der wirtschaftlichen, technischen und sozialen Lebensbedingungen liegen und die Abschätzung ihrer Folgen für die Gestaltung unserer Lebensverhältnisse (Kernproblem 3: "Strukturwandel")
  • die Bestimmung und Begründung des Prinzips der Gleichstellung von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen in Familie, Beruf und Gesellschaft sowie die Untersuchung seiner Ausgestaltungsmöglichkeiten und Gefährdungen (Kernproblem 4: "Gleichstellung")
  • die Bestimmung und Begründung des Rechts aller Menschen zur Gestaltung ihrer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse, zur Mitwirkung und Mitverantwortung in allen Lebensbereichen sowie die Untersuchung der Ausgestaltungsmöglichkeiten und Gefährdungen dieses Rechts (Kernproblem 5: "Partizipation").

Die Fachlehrpläne weisen ihren besonderen fachlichen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den Kernproblemen aus. Für die unterrichtliche Orientierung an den Kernproblemen gilt:

  • Sie bezieht das in den Schulfächern zu vermittelnde Wissen und Können in die sachgerechte Bearbeitung der Kernprobleme ein.
  • Sie stellt Kriterien zur Auswahl und Akzentuierung notwendiger Unterrichtsthemen bereit.
  • Sie greift die über die Fachgrenzen hinausweisenden Probleme und Aufgaben auf und führt so zur Entwicklung fächerübergreifender Arbeitsformen.

3. Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen

3.1 Schlüsselqualifikationen

Als Schlüsselqualifikationen werden die grundlegenden Einsichten und Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten bezeichnet, die den Schülerinnen und Schülern die Gestaltung ihres individuellen Lebens und die Teilnahme am gesellschaftlichen Handeln ermöglichen.
Zu ihrer Entfaltung und Vermittlung tragen alle Fächer bei, entsprechend ihren unterschiedlichen fachlichen Sichtweisen und Methoden, geleitet von dem Blick auf die fächerübergreifenden Ziele der Grundbildung.
Unter diesem Aspekt formulieren die Lehrpläne auch die Beiträge der Fächer zur Entwicklung der kognitiven, affektiven, ästhetischen, motorischen, praktisch-technischen und sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Möglichkeiten, das eigene Leben an religiösen und philosophischen Sinndeutungen zu orientieren.
Die oben dargestellten Ziele der Grundbildung schließen für alle Fächer auch die Vermittlung grundlegender instrumenteller Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ein, die als "Kulturtechniken" unentbehrlich sind: vom Lesen, Schreiben, Rechnen bis hin zur Benutzung infor¬mationstechnischer Hilfsmittel, von Arbeits- und Lerntechniken bis hin zu motorischen und äs¬thetischen Ausdrucks- und Gestaltungsformen.

3.2 Kompetenzen

In den Fachlichen Konkretionen werden diese unterschiedlichen Leistungen der Fächer als Beiträge des Faches zur Vermittlung von Kompetenzen beschrieben. Die Aussagen zu den Kompetenzen sind auf den Prozess des schulischen Lernens und Arbeitens bezogen und gegliedert in Aussagen zur Sachkompetenz (Kenntnisse, Einsichten), Methodenkompetenz (Fertigkeiten, Fähigkeiten), Selbstkompetenz und Sozialkompetenz (Einstellungen, Haltungen, Verhalten). Sie sind Aspekte einer auf Handeln gerichteten und als Ganzes zu vermittelnden Lernkompetenz.

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Letzte Aktualisierung durch Sebastian Streibel am Do, 19.05.11


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