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First Meeting in Jerez

 

Mit Comenius in Andalusien

Das erste mit Spannung erwartete Treffen von Schülerdelegationen der sieben Projektschulen fand im Februar in Jerez, Südspanien statt. Zwei Schülerinnen und zwei Schüler aus der 9a vertraten unsere Schule und manches kam ihnen spanisch vor.

Nach ersten Briefkontakten mit vielen sehr motivierten, teils aber auch schreibfaulen Austauschpartnern war der erste aufregende Schritt in unser gemeinsames Kalenderprojekt geschafft. Wir saßen im Flugzeug nach Sevilla und freuten uns auf das erste Treffen der Projekt-Vertreter aus Nord- und Südspanien, Dänemark, Griechenland, Großbritannien und Holland.

Mit einem Bus wollten wir vom Flughafen Sevilla zügig nach Jerez weiter reisen, denn diese Route war bedeutend billiger als ein Direktflug nach Jerez. Wir hatten Stadtplan, Buspläne und alles Nötige dabei, wollten uns aber auf dem Weg zum Bus vergewissern, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Doch dies war ein Fehler! Die beiden jungen Damen, die offensichtlich kein bisschen Englisch sprachen, uns aber zu verstehen vorgaben und auf Spanisch sehr selbstbewusst ihre Begleitung zum Bus anboten, gaben sich sooo hilfsbereit und schickten uns in die komplett falsche Richtung. Sie handelten, wie wir später von Spaniern gesagt bekamen, nach einem verbreiteten Reaktionsmuster: 1. Niemals zugeben, dass man ein gewünschtes Ziel oder den Weg dorthin nicht kennt. 2. Immer eine Wegbeschreibung geben – allein um nicht unhöflich zu erscheinen.

Als wir dieses Verhängnis erkannten und uns auf unsere eigenen pfadfinderischen Fähigkeiten verließen, war es zu spät für den geplanten Bus. Als wir nach langem Warten endlich im Bus nach Jerez saßen, war uns klar, dass in diesem Teil Europas umfangreichere Kenntnisse der englischen Sprache nicht selbstverständlich sind.
Welche Verständigungsschwierigkeiten uns bei der Projektarbeit wohl bevorstehen würden? 

Wir waren also wenig überrascht, dass die zu unserem Empfang am Busbahnhof in Jerez versammelten Familienmitglieder uns wie selbstverständlich mit spanischem Wortschwall begrüßten. Dass es Spanisch war, erkannten wir nach unseren paar zurückliegenden Spanischstunden bei Isabelle Fuchslocher, verstehen konnten wir allerdings kein bisschen. Dafür spürten wir aber sofort, dass unsere Gastgeber die internationale Sprache der Gastfreundschaft perfekt beherrschten. Ihre Begrüßung war überaus herzlich. Wir fühlten uns sofort total wohl, auch als wir einige Zeit später ziemlich erschöpft im neuen, vorübergehenden Zuhause ankamen. Da die Gastfamilien alles gut vorbereitet hatten, trafen wir vier aus Deutschland mit den jeweiligen Gastgebern am Abend in einem Einkaufszentrum zusammen und hatten viel Spaß in einem  Spielcenter. Welche Sprache/n wir dabei benutzten, war uns bald gar nicht mehr bewusst. Wir verständigten uns einfach irgendwie und irgendwann, nach einigen Grübeleien über den kommenden Tag, fielen wir todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen kamen einige putzmunter an, andere wiederum, die noch im Halbschlaf zu sein schienen, kamen in letzter Sekunde an und freuten sich wieder gewohnte Gesichter zu sehen. Die Lehrer stellten uns zunächst die Schule und das Schulsystem vor, auf Englisch, was dank der Sprachassistenten aus England und Holland prima klappte.

Eingangsbereich
Eingangsbereich der Schule

Comenius-Seite4-Cafeteria.jpg
Cafeteria für Lehrkräfte

Irgendwie hatten wir erwartet, dass alle Schulen gleich aussehen müssten, was sich aber als Irrtum herausstellte. Alle, wirklich alle Unterrichtsräume waren mit PCs an jedem einzelnen Schülertisch ausgestattet! Wir staunten nicht schlecht.

 

Unterricht

Ein wenig, also fast drei Stunden später, erhielten wir das heiß ersehnte, weil auf dem Programm angekündigte Frühstück. Ungewohnt für die meisten Gäste war dabei das spanische Omelette bestehend aus Kartoffeln. Doch schien es allen gut geschmeckt zu haben, denn es war kurze Zeit später nichts mehr übrig auf den riesigen Platten.

Arbeit 1 Arbeit 2

Arbeit 3

Beim Frühstücken und beim Arbeiten

Alle Teilnehmer gingen danach gemeinsam an die "Arbeit". Schüler und Lehrer getrennt. Die Aufgabe der Schüler war es, in kleinen Gruppen Plakate anzufertigen, um die verschiedenen nationalen Gruppen und ihre Herkunftsländer vorzustellen. Mittagessen gab es am späten Nachmittag, was für uns Nordlichter sehr gewöhnungsbedürftig war. Am nächsten Morgen kamen wir noch ein wenig müder zur Schule, obwohl diese in Spanien später anfängt.

Stadt 1 Stadt 2
Stadt 3 Stadt 4

Der geplante Rundgang durch die Innenstadt - bei Regenwetter - ließ keineswegs unstillbare Unternehmungslust ausbrechen. Wir hatten uns Spanien schließlich warm und frühlingshaft vorgestellt. Was nicht die schlimmste Enttäuschung war. Denn als wir an der Stadtführung teilnahmen und hofften, durch die Übersetzung des spanischen Lehrers ein wenig mehr zu erfahren, wurden wir enttäuscht. Auch seine Englischkenntnisse entsprachen nicht dem, was wir sonst von Englischlehrern gewohnt waren. So hatten wir hauptsächlich optische Eindrücke, die allerdings waren großartig.

Flamenco VorführungAm nächsten Tag fuhren wir nach Cadiz am Atlantik, machten dort einen langen Rundgang durch die Altstadt in norddeutschem Dauerregen, wurden danach, in demselben stehen gelassen und hatten noch mehr Gelegenheit die absolut hübsche, aber trotzdem unfreundlich kalte, nasse Stadt zu erkunden. In kleinen oder auch größeren Gruppen liefen wir planlos irgendwohin, verliefen uns und fanden schließlich doch zurück. Da wir mal wieder durch die schlechte Organisation des Lehrers „spät dran waren“, mussten wir zum Bahnhof rennen, um dort, immer noch durchnässt, lange auf den Zug nach Jerez warten.

Am vorletzten Tag erwarteten uns für Jerez typische Erfahrungen: Sonnenschein, ein Besuch im Flamenco-Center und in einem der vielen Weinkeller, berühmt für Sherry. Wir schauten uns einen beeindruckenden Film über den Ursprung und Charakter des Flamencos an, der bekanntlich in Andalusien zu Hause ist. Wir wurden jedoch kurze Zeit später leider unterbrochen, da wir ganz schnell zum Weinkeller weiter mussten. Die Führung durch Tio Pepes Keller war sehr interessant, genauso wie der Film, der die Geschichte des alten Familienunternehmens schilderte.

Gruppenbild
Die Gruppe aller Gastschüler in Jerez

Der letzte Tag war nun nicht mehr weit und langsam wurde uns klar, dass wir unsere tollen Gastgeber sehr lieb gewonnen hatten. Die anfänglichen Sprachschwierigkeiten hatten wir "mit Händen und Füßen" gemeistert.

Am letzten Tag trafen wir uns am Bahnhof, um nach Sevilla zu fahren. Einige frühstückten oder kauften sich etwas, andere machten Fotos oder schliefen ein. Unsere Gasteltern hatten sich freundlicherweise bereit erklärt, unsere Koffer in ihre Autos zu laden, sie nach Sevilla zu bringen, um uns dort später wieder zu treffen, damit sie uns zum Flughafen bringen konnten. Wir mussten nämlich an diesem Nachmittag bereits wieder zurück nach Hamburg.

In der berühmten Altstadt von Sevilla angekommen hatten wir gerade eben die Zeit, um einen äußeren Eindruck von den größten Sehenswürdigkeiten, der Kathedrale und dem Alcazar zu bekommen. Nach einer Siesta mit den nordspanischen Lehrerinnen, kam Stress auf, da unsere Gasteltern-Taxis am Samstagnachmittag nicht bis ins Zentrum der Altstadt fahren durften. Als wir uns in Sorge um unseren Flieger im Eiltempo auf den Weg zum Treffpunkt machten, erkannten wir schnell den Grund: Immer wieder waren Straßen und Plätze völlig blockiert von Menschengruppen, die vor Restaurants und Tapas-Bars das Wochenende feierten. An diesem letzten Tag war das Wetter einfach wundervoll. Sonne und Wärme, eben der spanische Frühling, den wir drei Tage früher so vermisst hatten, gaben uns zum Abschied einen Eindruck von südlichem Lebensgefühl auf den Straßen.

Schließlich gelangten wir noch rechtzeitig zu den Autos der Eltern, die uns zum Flughafen fahren wollten und konnten nicht ganz realisieren, dass wir in ein paar Stunden zu Hause ankommen würden und die im Großen und Ganzen schöne Zeit dann vorbei wäre. Wenig später saßen wir im Flieger und während wir auf Mallorca zuflogen, blickten wir zurück auf Jerez. In unserem Fazit überwog trotz mancher organisatorischen Probleme ganz eindeutig das Schöne. Besonders die Eltern, ihre Warmherzigkeit waren eine große Erfahrung. Sie hatten alles gut geplant, sodass unser Treffen und die Aktivitäten am späten Nachmittag und Abend sehr angenehm waren. Die Begegnungen mit unseren Partnern fanden wir ebenfalls spannend, trotz ihrer sprachlichen Schwierigkeiten. "Come on! Come on!" wird uns wahrscheinlich bis zum Ende aller Tage an Speed-Sightseeing mit Victor, dem spanischen Projektleiter erinnern.

Für unser zweites Projekttreffen, das drei Monate später in Kiel stattfinden sollte, nahmen wir uns schon in Jerez vor, uns für die erlebte Gastfreundschaft zu revanchieren. Und in den kurzen Momenten, in denen wir im Flieger die Augen offen halten konnten, machten wir entsprechende Pläne. Aber das ist eine andere Geschichte...

Lisa Rebehn & Anna Kasparova


Letzte Aktualisierung durch Stephan Mumm am Sa, 10.10.09


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