Hinweis! Hinweis: Sie verwenden einen veralteten Browser zur Anzeige dieser Seiten. Bitte denken Sie über ein kostenloses Update nach, um die Vorzüge moderner Webseiten genießen zu können. Möchten Sie mehr Informationen?
max-planck-schule-kiel.de
Turm-Gebäude der Max-Planck-Schule
Minipfeil-Bild für BrotkrumenMinipfeil-Bild für Brotkrumen Wiki: Comenius-Projekt
Twitter RSS Icon Lupe Icon Diese Seite drucken!
Farbverlauf
Icon für Login Schlagzeilen
Icon für Login Aktuelle Termine
  • Di, 16.01.2018: Basketball-Turnier 7. Klassen
  • Mi, 17.01.2018: Volleyballturnier 8. Klassen
  • Mi, 17.01.2018,
    07:50-10:00 Uhr: Projekt Energiewende (9d, Ni)
  • Mi, 17.01.2018,
    10:15-12:25 Uhr: Projekt Energiewende (9c, Ni)
  • Do, 18.01.2018: Spieleturnier E/Q1
Icon für Mittagessen Mittagessen
Icon für Schulkleidung Schulbekleidung
Icon für den User Meine MPS (Login)

Unser Weg zu Comenius

Logo"Schade, dass es zu unserer Zeit keine Comenius-Projekte gab!", resümierte Christian K. 2007, nachdem er sich nach dem seit einem Jahr an unserer Schule laufenden Projekt erkundigt hatte. Und mit großer Verwunderung hörte er, dass es diese Form europäischer Kooperation im Bildungsbereich schon lange vor seiner Einschulung, also schon 12 Jahre früher gegeben hatte.

Bereits 1976 nämlich beschlossen die neun Länder der europäischen Gemeinschaft eine Interaktion zwischen ihren Bildungssystemen. Sie bestand anfangs im Wesentlichen aus Informationsaustausch. Heute gibt es vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf allen Ebenen des Bildungswesens.

LLP das Programm für Lebenslanges Lernen umfasst folgende Bereiche:

  • Schulbildung
  • Hochschulbildung
  • Berufliche Bildung und Weiterbildung
  • Erwachsenenbildung

Comenius
Erasmus
Leonardo
Grundtvig

Alle angebotenen Maßnahmen werden finanziell unterstützt. Erfreulicherweise ist mit der wachsenden Zahl der Teilnehmerstaaten - neben den 27 EU-Mitgliedern sind dies auch die Türkei sowie die EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen - auch das Gesamtbudget der EU für LLP angewachsen. Es beträgt im derzeitigen Förderzeitraum von 2007-2013 rund 7 Mrd. Euro.

Christian, der von diesen Möglichkeiten so spät gehört hatte, ist kein Einzelfall; auch Lehrkräfte wissen bis heute nicht immer Konkretes darüber. Ich selbst hörte bezeichnenderweise von europäischen Schulprojekten zum ersten Mal bei einem Besuch in unserer polnischen Partnerschule im Jahre 1997, die schon damals reichlich Comenius-Erfahrungen gesammelt hatte. Unsere polnischen Nachbarn hatten nach 1989 ihre Antennen offenbar schleunigst in Richtung Westen ausgerichtet.
Ich war begeistert von den in Aussicht gestellten Möglichkeiten der finanziell gesponserten Zusammenarbeit zwischen Klassen verschiedener europäischer Länder.Auf der Stelle schmiedeten wir Pläne für ein neues Projekt mit der MPS und ihren Partnerschulen in Oppeln und Brest. Der später eingereichte Antrag wurde allerdings abgelehnt, weil Polen im Gegensatz zu Frankreich und Deutschland sein nationales Budget völlig ausgeschöpft hatte und deshalb ein drittes(!) Projekt an der Oppelner Schule nicht fördern konnte.

2005 entschloss ich mich erneut, einen Projektantrag für eine 7. Klasse zu stellen. Mittlerweile war Comenius in den Schulen nicht mehr völlig unbekannt wie noch 1997. Ein Antrag hatte mit ernsthafter Konkurrenz zu rechnen und wir mussten entsprechend überlegt vorgehen. Zusammen mit Schulen in Kopenhagen und in Hilversum konzipierten wir eine tragfähige Projektidee, die wir auf einer europäischen Plattform anboten. Unsere Schüler sollten einen gemeinsamen europäischen Kalender entwerfen. Für diese Idee interessierten sich schließlich acht Schulen aus sieben Ländern.

Nach intensiver Abstimmung der vielen Antragsdetails bewarben sich alle acht Schulen für das Projekt "One Europe – One Calendar". Offenbar konnte unsere Vorarbeit überzeugen, denn sieben Bewerbungen (Dänemark, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Holland, Nord- und Südspanien) waren erfolgreich. Bedauerlicherweise erhielten aber unsere türkischen Mitbewerber eine Absage.

Dass die Projektrunde trotzdem ungewöhnlich groß war, wurde deutlich bei unserer ersten Zusammenkunft in Kopenhagen im Herbst 2006, wo die koordinierenden Lehrkräfte mit ihren Schulleiterinnen und Schulleitern zu einem konstituierenden Treffen zusammenkamen. Hier stellten wir unsere Schulen und die nationalen Bildungssysteme vor. Und dabei gewannen alle Teilnehmer einen ersten Eindruck von der Vielfalt, die "Europa" umfasst.


Foto (An der Trörödskolen bei  Kopenhagen erfuhren wir durch Modell und Praxis, was eine „gute Schule“ ausmacht)
An der Trörödskolen bei  Kopenhagen erfuhren wir durch Modell und Praxis, was eine "gute Schule" ausmacht

Voller Tatendrang und mit großen Erwartungen gingen wir daran, den Fahrplan für die Projektarbeit in den nächsten drei Jahren zu entwerfen. Dabei erahnten wir zunehmend, was es bedeuten würde, ein kleines Stück des Weges zu einem gemeinsamen Europa zu gehen. Es war eine ungeheuer spannende Herausforderung, die uns einerseits großartige Entdeckungen versprach, andererseits aber auch manches abverlangen würde. Von Vorstellungen, die uns bis dahin selbstverständlich erschienen waren, mussten wir uns verabschieden. Wir mussten z. B. feststellen, dass manch ein Schulleiter in Europa selbst mit der englischen Sprache allergrößte Schwierigkeiten hat. Oder wir stellten fest, dass Spanien ein Land extremer Unterschiede ist und Andalusien und Galizien in manchen Fragen weiter entfernt zu sein scheinen als beispielsweise Spanien und Deutschland.

Nach einigen Tagen des intensiven Planens und Sich-Austauschens verließen Herr Boysen und ich Kopenhagen voller Optimismus, auch wenn wir froh waren, dass wir nur einen gemeinsamen Kalender und keinen Airbus A400M zu entwickeln hatten. Ich freute mich darauf, meiner Klasse endlich Genaueres von all den getroffenen Vereinbarungen berichten zu können, denn die brannte schon lange darauf, in den europäischen Dialog einsteigen zu können.

Sybilla Thum-Rüffer


Letzte Aktualisierung durch Sybilla Thum-Rüffer am Do, 29.10.09


IMPRESSUM -- Webseite von Sebastian Streibel & Stephan Mumm -- DATENSCHUTZERKL�RUNG


Navigationshilfe: Blauer Pfeil nach oben