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Unsere Schule

Schulprogramm

Grundsätze (Leitbild)

Unsere Schule befindet sich im Wandel. Wir begreifen dieses Schulprogramm als Chance zur Gestaltung und Veränderung unserer Schule. Gemeinsam wollen wir - Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern - Initiativen für ein ausgeprägtes Profil und für eine stärkere Identifikation mit der Schule entwickeln. Wir wollen eine Schule, in der wir uns wohl fühlen können und die die Schülerinnen und Schüler angemessen auf eine Zukunft in einer sich wandelnden Welt vorbereitet.

Ausgangspunkt und Grundlage des Schulprogramms sind die in § 4 aufgeführten Bildungs- und Erziehungsziele des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes. Darüber hinaus gehen wir von einer den Lehrplänen entsprechenden Orientierung des Unterrichts an fünf Kernbereichen aus (Grundwerte, Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, Strukturwandel, Gleichstellung, Partizipation) und benennen auch Kompetenzen (Sach-, Methoden-, Selbst-, Sozialkompetenz) und Schlüsselqualifikationen, deren Vermittlung schulischem Lernen und Arbeiten aufgegeben ist (s. Anhang).

Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel werden wir uns an der Max-Planck-Schule auch in Zukunft für die Verwirklichung dieser Ziele engagieren. Wir wissen uns dem Namensgeber unserer Schule verbunden, dem Kieler Physiker und Nobelpreisträger Max Planck - in dem kritischen Bewusstsein, dass die Lebensqualität einer wissenschaftlich-technisch geprägten Kultur wesentlich bestimmt wird von ihren ethischen und ästhetischen Überzeugungen.

Als besonders geschützter Lernort fördert unsere Schule die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen. Dem Dialog als dem wichtigsten Mittel des Umgangs kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Dissens wird als erfahrener Unterschied verstanden, der zur Klärung durch das Gespräch anregt. Respekt und Toleranz sichern diesen Vorgang.

In diesem Sinne vermittelt die Max-Planck-Schule ihren Schülerinnen und Schülern eine solide Allgemeinbildung, die Urteilsfähigkeit ebenso einschließt wie praktische Orientierungen (z.B. Einblicke in die Berufswelt). Dabei zeigt sich die Schule aufgeschlossen gegenüber den berufsspezifischen Kompetenzen der Eltern.

Mit unserem gymnasial ausgerichteten Unterrichtsangebot, weit gefächerten außerunterrichtlichen Veranstaltungen sowie zahlreichen Außenkontakten stellen wir uns den Herausforderungen der Gegenwart. Als traditionelle Ausbildungsschule für die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung unterstützt die Max-Planck-Schule die Erprobung und den Einsatz neuer Unterrichtsformen. Angesichts der Dynamik gesellschaftlicher Veränderungen wird die Vernetzung der in den Lehrplänen genannten Kompetenzen für die fachliche und pädagogische Orientierung erhöhte Bedeutung erlangen.

Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler wirken gemeinsam auf ein positives zwischenmenschliches Klima hin, in dem sich Freude am Lernen, Neugier, Lust, Motivation und Lernbereitschaft umfassend entfalten und Persönlichkeitsentwicklung viele Wege findet, die zu individueller und sozialer Zufriedenheit führen können.

Die Gestaltung unseres Schullebens vollzieht sich auf allen Ebenen als ein wechselseitiges Geben und Nehmen: Ansprüche an die Qualität der Schule gehen einher mit der Bereitschaft zu Mitgestaltung, Eigenverantwortung und einem entsprechenden Pflichtbewusstsein. Dies gilt gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Wir, Lehrkräfte und Eltern, sehen uns dabei als Partner in der Erziehung der Schülerinnen und Schüler und begleiten in kontinuierlichem Kontakt deren Entwicklung. Wir verpflichten uns, unser Schulprogramm weiterzuentwickeln und entsprechende finanzielle Mittel einzufordern. Umsetzung und Weiterentwicklung des Schulprogramms an der MPS werden aber entscheidend abhängen von den zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln: Das gilt insbesondere für Verfügungsstunden für die pädagogische Arbeit, Fortbildungsmaßnahmen u.a. für pädagogisch-didaktische Innovationen, für den Umgang mit den modernen Kommunikationstechniken, die Verbesserung und laufende Wartung der technischen Ausstattung. Die den Schulen auferlegte Pflicht, ein Schulprogramm zu entwickeln, muss deshalb einhergehen mit entsprechenden Leistungen des Schulträgers und des Landes.

1. UNTERRICHT

Bei der Vermittlung einer umfassenden Allgemeinbildung steht das Unterrichtsgeschehen im Mittelpunkt. Dabei gilt es, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, ihre Begabungen zu fördern, aber auch Leistungen einzufordern.

Das soll sie befähigen, sich in das gesellschaftliche Leben zu integrieren und zugleich den eigenen Standpunkt in kritischer Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen zu finden und zu vertreten. Ein zeitgemäßes Grundlagenwissen ist die Voraussetzung dafür, sich neuen Herausforderungen der Arbeitswelt und der Informationsvielfalt stellen und mit anderen problemorientiert zusammenarbeiten zu können. Bewährte Unterrichtsformen und -methoden, zu denen auch Gruppenarbeit, Projektarbeit und offener Unterricht gehören, prägen nach wie vor den Kernbereich der Wissensvermittlung und des praktischen wie theoretischen Methodenerwerbs.

1.1 Unterrichtsverteilung

1.1.1 Aktuelle Schwerpunkte der Unterrichtsverteilung

Die Unterrichtsverteilung richtet sich zunächst nach der vom Land vorgegebenen Stundentafel, die die Anzahl der Stunden pro Fach und Klassenstufe festschreibt. Darüber hinaus setzt die Max-Planck-Schule folgende Schwerpunkte:

Orientierungsstufe

  • Eine Stunde "Lions Quest" als Klassenlehrerstunde (Kinder werden durch szenische Spiele auf angemessene Verhaltens¬weisen im Alltag vorbereitet; sie lernen gutes Zuhören, werden mit Konfliktlösungsstrategien vertraut gemacht.)
  • Schwimmunterricht in den 5./6. Klassen
  • Unterrichtsangebot in Philosophie als möglicher Ersatz für Religion Förderkurse (Legasthenie u.a.)

Mittelstufe

  • 2. und 3. Fremdsprache gleichrangig im Stundenplan berücksichtigt

Oberstufe

  • Dreistündiger Unterricht in den Naturwissenschaften im 11. Jg.
  • Gleichzeitige Wahlmöglichkeit von drei Naturwissenschaften bzw. drei Fremdsprachen
  • Umfassendes Leistungskursangebot durch Zusammenarbeit mit der Käthe-Kollwitz-Schule (u.a. auch in Kunst und Musik)
  • Sportkursangebot für Rudern und Segeln
  • Sport als 4. Prüfungsfach im Abitur wählbar

1.1.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • PIT ("Prävention im Team") in der 7. und 8. Klasse (Aktionsprogramm in Zusammenarbeit mit der Polizei zur Gewalt- und Drogenprävention)
  • Berufsvorbereitung in den 9. und 10. Klassen
  • Angebot in Religion und Philosophie für die 5.-10. Klasse
  • zusätzliches Sprachenangebot moderner Sprachen als reguläres Unterrichtsfach (ab 9.Klasse)
  • Unterrichtsverteilung auf kleinere Klassenkollegien in der Unterstufe
  • Unterrichtseinheit "Lernen lernen"

1.2 Unterrichtsgestaltung

1.2.1 Aktuelle Schwerpunkte der Unterrichtsgestaltung

  • In den Lerngruppen wird ein engagiertes Arbeitsklima angestrebt.
  • Die Einführung in verschiedene Arbeitsformen fördert den Erwerb von Selbstkompetenz und hebt damit die Qualität eigenverantwortlichen Handelns.
  • Ein niveauvoller Fachunterricht verfolgt die Vermittlung fächerübergreifender Methoden und Zusammenhänge. Erprobung innovativer Unterrichtsmethoden.
  • Selbstständigkeit und Ausdauer werden ebenso gefördert wie die Freude an der schulischen Arbeit.
  • Moderne Informations- und Kommunikationstechniken begleiten den Lernprozess.
  • Transparente Beurteilungsmaßstäbe und Rückmeldung zur Leistungsentwicklung und individuellen Leistungsbeurteilung unterstreichen die Einforderung von Leistungen.

1.2.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

Zusatzangebote und spezielle Lernanreize fördern verstärkt Talente und Neigungen. Schaffung unbenoteter Freiräume in allen Fächern.

2. SCHULE UND PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Schule dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern auch der Persönlichkeits entwicklung. Letztere erfordert ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrkräften, Schülerschaft und Eltern.

2.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • "Lions Quest"-Programm in der 5. und 6. Klasse (Stärkung der Persönlichkeit von Schülerinnen und Schülern)
  • Themenabende für interessierte Eltern und Lehrer und Lehrerinnen
  • Behandlung pädagogischer Fragen auf Elternabenden
  • Pflege des sozialen Miteinanders in der Klasse
  • Stärkung der Rolle des Klassenlehrers bzw. der Klassenlehrerin (Klassenstunde)
  • Öffentliche Würdigung außerunterrichtlicher Leistungen (im sozialen, künstlerischen, sportlichen etc. Bereich)

2.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Konfliktlotsen
  • Angebot von Intervisions- und Supervisionsgruppen für Lehrerinnen und Lehrer
  • Regelmäßige Behandlung pädagogischer Fragen (Konferenzen, SCHILF-Tage)
  • Pädagogische Konferenzen in den Klassenstufen 5 - 10
  • Klassenstunde
  • Einführung von Patenschaften für Fünftklässler

3. KOMMUNIKATION

Vertrauen in den guten Willen aller Beteiligten ist Voraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit an der Schule. Regelmäßige Information und Diskussion tragen zu einem positiven Schulklima bei.

3.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • Förderung des Engagements von Schülerinnen und Schülern in der SV
  • Unterstützung der Klassensprecher durch Klassenleitung und SV
  • Transparenz der Leistungsbeurteilungen
  • Regelmäßige Information der Eltern durch die Schulleitung (Elternbrief)
  • Forum (Informationsveranstaltung der SV)
  • Klassen-, Stufen- und Schulfeste
  • Homepage (www.max-planck-schule-kiel.de)
  • Jahrbuch

3.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Redaktionelle Betreuung der Schülerzeitung
  • Ansprechende Gestaltung einer Elterninformation
  • Regelmäßige Besprechung pädagogischer Fragen auf allen Konferenzebenen
  • Neugestaltung von Elternsprechtag und Sprechstunden
  • Intensivierung der Kontakte von Eltern untereinander (Klassenfeste, pädagogische Elternabende)
  • Verstärkte Zusammenarbeit des Kollegiums (Klassen, Kurse)

4. ÖFFNUNG DER SCHULE

Die Max-Planck-Schule bietet ein weites Spektrum außerunterrichtlicher Veranstaltungen an und unterhält dabei vielfältige Kontakte zum gesellschaftlichen Umfeld. Solche Aktivitäten werden gefördert, nach Bedarf erweitert und sinnvoll gebündelt, damit die Kontinu¬ität des Unterrichts keine wesentliche Beeinträchtigung erfährt.

4.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • Arbeitsgemeinschaften (vielfältiges Angebot für alle Klassenstufen, z.B. Aqua-Terra AG)
  • "Politikum" (Arbeitsgemeinschaft aus Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen, Lehrern, Gästen, die sich mit aktuellen politischen sowie zeitgeschichtlichen Fragestellungen befasst)
  • musisches Angebot (Unter-, Mittel-, Oberstufenchor, Junior-Bigband, BigBand, Orchester, Instrumentalgruppen)
  • ZISCH (Zeitung in der Schule) in 9./10. Klassen
  • Projektwoche
  • Theater- und Kinobesuche, Besuch von Bibliotheken, Büche¬reien, Ausstellungen
  • Teilnahme am Projekt SAW (schools around the world; weltweiter Austausch von Unterrichtseinheiten im Rahmen der Biologie in den Klassenstufen 8 und 10)
  • Teilnahme am Projekt SINUS (Steigerung der Effizienz des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts in Klassenstufe 9)
  • Teilnahme am COMENIUS - Projekt (Internationales E-Mail- und Internetprojekt mit anderen europäischen Schulen unterstützt vom Europäischen Bildungsprogramm Comenius)
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben (auch im Rahmen des Unterrichts) und internationalen Kooperationsprojekten
  • Klassenfeste, schulübergreifende Stufen- und Schulfeste
  • Sportveranstaltungen
  • Schüleraustausch
  • Skifahrt der 9. Klassen (und andere Klassen- und Kursfahrten)
  • Vortragsveranstaltungen zu aktuellen Fragen
  • Berufsvorbereitung:
    • Besuch des Berufsinformationszentrums des Arbeitsamtes (BIZ), 10.Klassen
    • Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächstraining für den 11. bis 13. Jahrgang
    • Berufseignungstest für den 11. und 12. JahrgangWirtschaftspraktikum des 12. Jahrgangs
    • Besuch des Berufsberaters des Arbeitsamtes
    • Berufsinformationsveranstaltung mit den "Jung-Lions"

4.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Ausweitung der AGs (Einbeziehung von Eltern)
  • Tag der AGs (Konzentration auf einen Nachmittag)
  • Institutionalisierung der Projektwoche
  • Verstärkte Zusammenarbeit mit den Grundschulen und den Nachbarschulen
  • Intensivierung der Kontakte zur Universität

5. RAHMENBEDINGUNGEN

Fortlaufende Sanierung und Modernisierung der schulischen Einrichtungen, Erhaltung und Pflege der Außenanlagen sowie ansprechend gestaltete Räume bilden wichtige Voraussetzungen einer angenehmen Schulatmosphäre.

5.1 Aktuelle Schwerpunkte schulischen Arbeitens

  • Stärkung der Eigenverantwortung für Klassen- und Fachräume und deren Einrichtung
  • Erziehung zum schonenden Umgang mit Ressourcen
  • Fortlaufende Instandhaltung von Schwimmhalle und Sportanlagen (Außenanlage Moorteichwiese)
  • Modernisierung der Fachräume und Sammlungen
  • Verein der Freunde

5.2 Langfristig zu verfolgende Ziele

  • Neugestaltung der Schulhöfe
  • Aufstockung des Schuletats im Rahmen zunehmender Selbstverwaltung
  • Einrichtung von Fachräumen für Sprachen, Religion und Philosophie
  • Ausstattung der Klassenräume mit ergonomischem Mobiliar, Overheadprojektoren und Internetanschlüssen
  • Beibehaltung der Klassenräume in 5-6 und 7-10
  • Einrichtung von Cafeteria und Aufenthaltsräumen inklusive Mittagsangebot