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Geschichte

„111 Jahre … Wir blicken zurück“

Eine Veranstaltungsreihe der Fachschaft Geschichte im Jahr 2018 lässt tiefer blicken

Im Rahmen des Jubiläumsjahres der Max-Planck-Schule organisierte die Fachschaft Geschichte eine Veranstaltungsreihe, in der die Schüler und Schülerinnen einen neuen Blick auf ein historisches Ereignis innerhalb der letzten 111 Jahre gewährt bekamen.Den Auftakt machten zwei Veranstaltungen für die Jahrgänge E und Q1 zum Matrosenaufstand 1918 in Kiel.

Prof. Danker gab interessante Einblicke in den Umgang der Stadt Kiel mit dem Matrosenaufstandes 1918
Prof. Danker gab interessante Einblicke in den Umgang der Stadt Kiel mit dem Matrosenaufstandes 1918

Am 17. Mai ging es zum Metro-Kino, um dort den neuen Dokumentarfilm „In Kiel ist Revolution“ von Klaus Kuhl und Kay Gerdes zu sehen. Auf dem Hinweg von der Schule kommend wurde den KulturSpuren der Stadt Kiel zum Matrosenaufstand vom Bahnhof bis zum Schlosshof gefolgt. Weiterführende Informationen zu diesen historischen Spuren lassen sich unter folgendem Link finden: https://bit.ly/2MPnKY9

Vor dem Film erklärte Klaus Kuhl den Schülern und Schülerinnen die Entstehungsgeschichte des Filmes sowie einige Anekdoten zu den im Film interviewten Zeitzeugen.

Als nächstes wurde am 30. Mai dann Herr Prof. Danker (Europa-Universität Flensburg) in die MPS eingeladen und sprach in der Aula zum Umgang der Stadt Kiel mit dem Matrosenaufstand. Nach der Schilderung der Ereignisse am Beispiel von ausgesuchten Quellen kam die Sprache auf den lange zu verhaltenen und konservativen Umgang der Stadt mit diesem Thema, der sich nun, in den Jahren 2017 und 2018, letztlich geöffnet hat und eine Auseinandersetzung zulässt. Was bleibt von diesem Vortrag? Den Schülern wurde gezeigt, wie wichtig es ist, kritisch zu sein und sich in Zeiten des Populismus die eigene Meinung faktenbasiert zu bilden.

Ergänzt wurde die Thematik des Matrosenaufstandes durch die Fotoausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle im Juni. Die wirkungsvollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen des renommierten Fotografen Hauswald bieten intensive Einblicke in das damalige Alltagsleben der Menschen in der DDR und entfalten ihre Wirkung auch heute noch, 28 Jahre nach dem Fall der Mauer. Bei Interesse: https://bit.ly/2wcei7O

Ebenfalls im Juni (6.6-27.6) fand die Ausstellung „Back home?! Von Breslau nach San Francisco – Der Lebensweg der Stefanie Steinberg“ statt. Die Tochter der während des Holocaust verfolgten und mittlerweile 97 Jahre alten Steinberg, Victoria Fuchs, und ihr Mann Rabbi Stephen Fuchs stellten sich an zwei Tagen Religions- und Geschichtskursen zum Gespräch. Es entstand ein reger Austausch und sowohl von Seiten der Schule als auch des Ehepaares Fuchs besteht das Interesse an der Fortsetzung der Zusammenarbeit als Ergänzung zum Unterricht.

Das Schuljahr 2018 bot wie beschrieben unterschiedliche vertiefende Möglichkeiten die letzten 111 Jahre zu reflektieren. Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe in diesem Jahr ist bereits geplant und wird als Blogeintrag nachzulesen sein.

Mit besten Grüßen aus der Geschichtsfachschaft,

Jan Heesch

von Jan Heesch
erstellt am 29.08.2018 um 10:49 Uhr