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NUN-AG

6. Workshop mit Wurzel.Bildung "Winterruhe und Konservierung"

Am 23.11.2018 war es endlich wieder soweit. Wir hatten zum 6-mal die Gruppe Wurzel.Bildung im Rahmen eines Workshops zu uns an die Schule eingeladen. Nachdem die studentische Umweltbildungsinitiative der CAU in Kiel mit uns im Herbst 2017 vier Hochbeete gebaut hatte und diese mit uns über ein Schuljahr im Rahmen von Workshops bepflanzt, gepflegt und viel Wissenswerte rund um Hochbeete vermittelt hatte, startet nun eine neue Workshopreihe im Schuljahr 2018/19.

Das Thema des ersten Workshops der zweiten Runde lautete: „Winterruhe und Konservierung“. Nachdem alle Teilnehmer des Workshops (NUN-AG-Mitglieder und weitere Interessierte aus unserer Schülerschaft) zunächst einmal zusammengetragen hatten, wie verschiedene Tiere, Pflanzen, Lebewesen im Boden und nicht zuletzt auch der Mensch (Anlegen von Vorräten) sich im Winter verhalten, wurde von den Studenten erläutert, warum die Winterruhe beispielsweise auch für das Pflanzenwachstum auf unseren Hochbeeten unausweichlich ist. Allerdings hatten wir einige Wochen zuvor alle Pflanzen von den Hochbeeten abgeerntet, die Beete oberflächlich umgegraben bzw. gelockert und Rauweizen als Gründünger eingesät. Denn, einige Pflanzen kommen mit dem verkürzten Tageslicht und den kälter werdenden Temperaturen besser zurecht als andere (Rauweizen ist „Frosthart“). Der Rauweizen soll nun bis zum Frühjahr den Boden unserer Hochbeete bedecken und diesen v.a. vor Austrocknung schützen. Die Pflanzen wollen wir dann im Frühjahr in den Boden einarbeiten und ihn dadurch wieder mit Nährstoffen anreichern (daher der Name „Gründünger“). Nach einem kurzen Gang zu den Hochbeeten, mussten wir allerdings feststellen, dass der Rauweizen noch nicht so gut aufgegangen war bzw. auch bereits schon von Vögeln als „Nahrungsquelle“ genutzt wurde – es bleibt also abzuwarten, wie „grün“ unsere Hochbeete dann noch bis zum Frühling werden.

Nachdem wir wieder in unserem Seminarraum (JS5) waren, bekam jede Gruppe einen Pflanzplan von einem unserer vier Hochbeete. Die Schüler*innen sollten sich nun überlegen, welche „Konservierungsmethode für die Winterzeit“ für die verschiedenen Gemüsesorten (Erbsen, Bohnen, Zwiebeln, Möhren, Mais, Chillis und Gurken) geeignet wäre. Zur Wahl standen folgende Methoden: Einkochen, Einlegen, Trocknen, Lagern und Einfrieren.

Nun waren die Schüler*innen selbst gefragt für sich Wintervorräte anzulegen, indem sie verschiedenes Gemüse zerkleinerten und nach Rezept (siehe Dateiablage) süß-sauer einlegten (zu Hause mussten die Gläser dann noch im Backofen eingekocht werden). Als eigens Gemüse aus unserem Garten konnten wir noch einen kleinen frischgeernteten Kürbis beisteuern.

Die Kamille von unseren Hochbeeten wurde nach der Ernte im Sommer getrocknet und mithilfe von Gewürzmühlen wurden nun die Blüten und Blätter zerkleinert. Aus den zerkleinerten Teilen der Duft- und Heilfpflanze wurden anschließend Teebeutel hergestellt. Entweder als keine Beutel gewickelt oder in einen netten Herzteebeutel eingenäht.

Alle beteiligten Workshopteilnehmer konnten nicht nur ihr eigenes eingelegtes Gemüse und selbst hergestellte Kamillenteebeutel mitnehmen, sondern auch mit dem netten Gefühl nach Hause gehen, etwas fürs Leben dazu gelernt zu haben (und sei es nur, mal (wieder) eine Nadel und einen Faden in der Hand gehabt zu haben ;0) ).

Wir freuen uns schon auf mind. drei weitere Workshops mit Wurzel.Bildung ab Januar/Februar 2019. „Gäste“ aller Jahrgangsstufen sind jederzeit herzlich willkommen, an den Workshops teilzunehmen (bitte auf Aushänge achten).

von Claudia Kitschke-Diekötter
erstellt am 29.11.2018