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Geschichte

"Zukunft braucht Erinnerung"

Wie in jedem Jahr fuhren unsere Schüler der neunten Klassen in die KZ-Gedenkstätte in Neuengamme, um klassenweise eine Führung über das Gelände und durch die Ausstellung zu bekommen.

Neugestaltung des ehemaligen Stammlagers(Von Fumaro in der Wikipedia auf Deutsch - Selbst fotografiert, CC BY-SA 2.0 de)
Neugestaltung des ehemaligen Stammlagers(Von Fumaro in der Wikipedia auf Deutsch - Selbst fotografiert, CC BY-SA 2.0 de)

Eine (Hoch-) Kultur ohne Geschichte ist unvorstellbar und nicht vorhanden. Diese Notwendigkeit erklärt die Bedeutung des Faches Geschichte an der Schule und ist der Grund dafür, sich mit der deutschen Vergangenheit in all ihren Facetten zu beschäftigen. Erinnern ist das Gegenteil von Vergessen – deshalb ist es von besonderer Wichtigkeit, sich mit einem der dunkelsten Abschnitte der deutschen Geschichte zu beschäftigen: dem Holocaust.

Zu diesem Zweck besuchten die Schüler und Schülerinnen im November die KZ-Gedenkstätte Neuengamme (https://bit.ly/2UgOsK5). Dort belegten sie ein dreistündiges Projekt, in Zuge dessen sie nach einer thematischen Einführung von dem Guide an die verschiedenen Stationen des Geländes geführt wurden. Dazu gehörte z. B. das Klinkerwerk, in dem die Häftlinge unter härtesten Bedingungen Steine zunächst für die Errichtung der KZ-Anlagen und im weiteren Verlauf für die Stadt Hamburg herstellten. Auch der Stichkanal – notwendig für den Transport der Steine an die Abnahmestellen in Hamburg – sowie das Kommandantenhaus am Rande des Geländes waren Haltestationen, bevor sich die Schülergruppen mit Hilfe von Arbeitsaufträgen der Dauerausstellung widmeten.

Dieses war auch passend, um sich vom feucht-kalten Novemberwetter aufzuwärmen. Gerade diese Erfahrung führt den Schüler/innen immer wieder eindrucksvoll vor Augen, welchem Arbeitsalltag die Häftlinge von morgens bis abends unter dem Terror der Aufseher ausgesetzt waren. In der Ausstellung rückten dann die Einzelschicksale der Häftlinge in den Fokus.

"Zukunft braucht Erinnerung" – unter diesem Motto vergab Bundespräsident Steinmeier am 4.12.2018 den Verdienstorden der BRD für Bürger, die sich durch ihr langjähriges Engagement besonders um die Erinnerungskultur verdient gemacht haben. Ein Grundanliegen unserer Schule ist es, die Schüler/innen bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. Das Verständnis von und Erinnern an Geschichte ist insbesondere in Deutschland notwendig, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu gestalten. Diesem Ziel sind die Schüler mit der Exkursion nach Neuengamme ein Stück näher gekommen.

Nota bene: Im Internet lässt sich unter dem Titel "Zukunft braucht Erinnerung" (https://bit.ly/2BT1RRt) eine sehr gute Webseite finden, die sowohl aus Interesse, als auch für die Vorbereitung auf den Unterricht zu nutzen ist.

von Jan Heesch
erstellt am 05.12.2018