Mazel Tov in der Aula – Ein Blick über den Tellerrand für die zehnten Klassen
Noch Ende des letzten Schuljahres herrschte in der Aula der Max-Planck-Schule ungewohnte Spannung. Nicht etwa wegen der nächsten Klassenarbeit oder Freistunden, sondern wegen einer Frage, die uns alle angeht: Wie leben jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger heute in Deutschland – und wie stellen wir uns gemeinsam gegen den schleichenden wie offenen Antisemitismus unserer Zeit?
Als eine weitere Veranstaltung in der Reihe „Demokratie&Du“ an der Max-Planck-Schule setzte der Tag genau dort an, wo moderne politische Bildung wirken muss: Mitten in der Lebenswelt der Jugendlichen.
Kein trockener Frontalunterricht: Impulsgespräche und TED-Buttons
Unter dem Titel „Mazel Tov“ – ein hebräischer Glückwunsch, der wörtlich für „gutes Schicksal“ oder schlicht „Viel Glück!“ steht – brachten die Referenten Nina und Sami von Bürger Europas e.V. ein interaktives Dialog- und Quizformat an unsere Schule. Alle zehnten Klassen kamen in der Aula zusammen, um 90 Minuten lang nicht nur zuzuhören, sondern aktiv mitzudenken, abzustimmen und zu diskutieren.
Dass Aufklärung gegen Vorurteile im 21. Jahrhundert neue Wege gehen muss, bewies der Aufbau der Veranstaltung: Mit interaktiven TED-Abstimmungsgeräten gaben die Schülerinnen und Schüler anonym ihre Einschätzungen zu insgesamt 20 Quizfragen ab. Die Ergebnisse dienten als direkter Sprungturm in lebendige Diskussionen mit den beiden Referenten. Ob historische Fakten, kulturelle Eigenheiten oder die Zivilcourage im heutigen Alltag – die Aula debattierte engagiert und auf Augenhöhe.
Mitfiebern, kleine Preise und große Buchgewinne
Dass ein ernstes und hochaktuelles Thema keineswegs trocken sein muss, bewies die Dynamik im Raum: Es wurde mitgefiebert, gelernt und scharf nachgedacht. Der Einsatz und die Begeisterung der Zehntklässler wurden belohnt – am Ende belohnten nicht nur viele kleine Sachpreise das Wissen der Lerngruppen, sondern zwei Schüler durften sich über wertvolle Buchpreise freuen.
Aufklärung braucht Fortsetzung
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Disparitäten und Vorurteile wieder lautstärker werden, zeigt ein Format wie „Mazel Tov“, worauf es ankommt: Hinhören, Diskutieren, Verstehen. Die positive Resonanz aus der Schülerschaft macht deutlich, wie wertvoll solche Bausteine innerhalb unserer Reihe „Demokratie&Du“ für unser Schulleben an der Max-Planck-Schule sind.
In diesem Sinne bedanken wir uns herzlich bei Nina und Sami für ihren Besuch. Die Weichen sind bereits gestellt: Wir freuen uns darauf, diese gelungene Veranstaltung im Rahmen der Demokratiereihe im kommenden Schuljahr zu wiederholen!
erstellt von Jan Heesch
am 18.08.2026
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