Wappen Max-Planck-Schule MPS Max-Planck-Schule-Kiel Tel.: 0431 6499280 - E-Mail.: sekretariat@mps-ki.de QR-Code Hauptmenü
rechts links
Max-Planck-Schule

Vorbildlich „Stolpern"

Schüler/innen des Q1-Geschichtskurses von Fr. Valentin-Michels arbeiteten erneut erfolgreich am Projekt „Stolperstein

Im Rahmen des europäischen Kunstprojektes „Stolpersteine" von Günther Demnig recherchierten die Schüler/innen unter der Begleitung von Fr. Valentin-Michels zu Biographien von Opfern des Nationalsozialismus. Die Ergebnisse der Recherche zu den individuellen, im Team erarbeiteten Lebensläufen einzelner Personen werden die Schüler/innen bei der Verlegung der Steine vor den letzten frei gewählten und bekannten Wohnorten der Opfer in Kiel präsentieren.

Schülerinnen des Geschichtskurses von Fr. Valentin-Michels bei der Ehrung durch Herrn Meißner vor den Osterferien 2019
Schülerinnen des Geschichtskurses von Fr. Valentin-Michels bei der Ehrung durch Herrn Meißner vor den Osterferien 2019

'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist' - ein Zitat aus dem Talmud, welches Demnig zur Triebkraft seines Schaffens machte. Den zu Tode gekommenen Opfern des Nationalsozialismus, vornehmlich jüdische Bürger, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und "Euthanasie"-Opfer, möchte der Künstler posthum wieder einen Namen geben und damit dem Auslöschungsgedanken der Nationalsozialisten auch ungefähr 80 Jahre nach deren Diktatur entgegenwirken.

Seit 2003 hat Gunter Demnig in über 1.000 Städten und Gemeinden in Deutschland und 17 Ländern Europas über 51.000 Steine verlegt. Dies wurde in Kiel seit 2006 von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit initiiert und dadurch an jüdische Opfer erinnert. Im Jahr 2007 war es die neu gegründete ver.di-Projektgruppe Stolpersteine, die auch andere Opfergruppen in die Würdigung aufnahm. Ein Jahr später kam es zur Zusammenarbeit mit den Kieler Schulen, woraus eine Patenschaft der Schüler/innen für einzelne Stolpersteine erwuchs. Als weitere Kollaboration entstand eine App, die das Projekt auch interaktiv ergänzt (https://bit.ly/2Xz0HSZ).

„Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch." - dieses Motto der in die Gehwege eingelassenen Messinggedenktafeln haben sich auch dieses Jahr wieder unsere Schüler/innen vorbildlich zum Credo gemacht. Auf ein Neues nächstes Jahr. Gegen das Vergessen.

von Jan Heesch
erstellt am 22.04.2019