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Geschichte

"Back home" - Geschichte hautnah

Das Ehepaar Fuchs berichtete vor dem Hintergrund der Plakatausstellung "Back home" vom (Über-)Leben der Stefanie Steinberg und beantwortete auf Englisch vorformulierte Fragen der Schüler und Schülerinnen.

Das Ehepaar Fuchs bei der Beantwortung von Schülerfragen während der Veranstaltung
Das Ehepaar Fuchs bei der Beantwortung von Schülerfragen während der Veranstaltung

Diese Woche wäre der 90. Geburtstag von Anne Frank gewesen. Uns ist sie bekannt durch ihr in mittlerweile 70 Sprachen übersetztes Tagebuch. Sie schrieb es an ihre fiktive Freundin "Kitty" und so erfahren wir vom Leben im Versteck des Hinterhauses und allen Emotionen eines pubertierenden Mädchens, das zwei Jahre später Opfer des Holocausts wurde.

Diesem Schicksal entging Stefanie Steinberg, die Mutter von Victoria Fuchs. 1921 in Breslau geboren, musste auch sie im angehenden Teenageralter vor den Anfeindungen der Nationalsozialisten fliehen. Diese traumatischen Erlebnisse überlieferte sie ihrer Tochter später im neuen Leben in den USA.

Die Plakatausstellung beschreibt detailliert das Leben in Deutschland, die Flucht durch Europa und den Eintritt in das neue Leben in den USA. Die Veranstaltung für zwei Geschichtskurse aus dem E-Jahrgang teilte sich in zwei Teile auf: Im ersten Part stellte das Ehepaar die Geschichte der Mutter wie auch die eigenen Vergangenheit und Gegenwart als Juden vor, wobei Stephen Fuchs als praktizierender Rabbiner Einblicke in die Werte des jüdischen Glaubens gewährte, wohingegen sich seine Frau eher den konkreten Hintergründen widmete. Der zweite Teil wurde von Schülerseite bestimmt. Die Fragen wiesen einen hohen Grad von Komplexität und Empathie auf und wurden ausführlich und eindrücklich beantwortet. Schüler und Schülerinnen waren sichtlich ergriffen.

Die Schilderungen des Ehepaares Fuchs sind in heutigen Zeiten in der Schule ebenbürtig zu sehen mit der Bedeutung der Anne Frank. Stefanie Steinberg entkam dem Holocaust und umso lebendiger sind die Eindrücke, welche die Schüler und Schülerinnen bekamen. Geschichte als Schulfach bietet den Schülern vielfältige Bereiche der Auseinandersetzung mit der deutschen NS-Vergangenheit und dem Holocaust im Unterricht wie auch im Rahmen der Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme im 9. Jahrgang.

Doch was Anne Frank und Stefanie Steinberg eint und die Teilnehmer am meisten beeindruckt ist das persönliche Schicksal einer Augenzeugin. So wird Geschichte hautnah erfahrbar. Gerade in Zeiten, in denen antisemitische Beleidigungen und Angriffe im Alltag wieder zunehmen (eine Zunahme um 20 % der Straf- und Gewalttaten von 2017 zu 2018), ist es wichtig, dass unsere Schüler und Schülerinnen die Notwendigkeit von Zivilcourage in die Welt tragen.

von Jan Heesch
erstellt am 13.06.2019

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