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Geschichte

30 Jahre Wiedervereinigung - Der Weg ist das Ziel

Am 3.10.1990 trat die DDR gemäß Artikel 2 des Einigungsvertrages der Bundesrepublik Deutschland bei. Vorangegangen war die Zustimmung der Volkskammer vom 22.8.1990 sowie der KSZE-Aussenministerkonferenz vom 2.10.1990.

Seitdem hat sich sehr viel zum Guten entwickelt. Dies zeigt sich „am Niveau der Wirtschaftsleistung, am spürbaren und deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit wie auch an einer breit aufgestellten Unternehmens- und Forschungslandschaft, die in vielen Bereichen technologische Exzellenz aufweist“, so der Ostbeauftragte der Regierung, Marco Wanderwitz (CDU), im Vorfeld des Jubiläums. Ungenannt bleiben in dieser Auflistung die gesellschaftspolitischen Errungenschaften, welche nach dem Zusammenbruch des Unrechtsstaat immer noch als herausragend angesehen werden müssen.

In dem Bericht werden neben den positiven Entwicklungen der Eingliederung jedoch auch die Herausforderungen deutlich, die sich seitdem parallel entwickelten. Wirtschaftlich konnte der Osten bisher nicht an das Westniveau anknüpfen (nur 79,1% der gesamtdeutschen Wirtschaftskraft), strukturelle Faktoren lassen auch nur eine mittel- bis langfristige Angleichung wahrscheinlich erscheinen. Diese wirtschaftliche Entwicklung bedingt, dass in großen Gesellschaftsteilen die Zufriedenheit mit dem Status Quo noch ausbaufähig ist und rechte Ränder Zulauf haben.

Gemäß dem ARD-DeutschlandTrend vom 1.10.2020 ist nur jeder zweite Ostdeutsche mit dem Zustand der Demokratie in Deutschland zufrieden, statistisch gesehen sind diese Zahlen sogar rückläufig. Zudem bezeichnet sich jeder vierte Bürger aus den neuen Bundesländern immer noch als Ostdeutscher.

Was macht man nun aus all diesen Zahlen und Tendenzen? Welche Konsequenz haben Sie für unser Leben? Für die Schule, aber auch das alltägliche Leben lässt sich festhalten, dass zweierlei zu lernen ist. Zum Einen ist es unsere Aufgabe, die Erinnerung an das Leben der Bürger aus den mittlerweile nicht mehr so neuen Bundesländern aufrecht zu halten und den Grund der Wiedervereinigung, den Unrechtsstaat DDR, mit all seinen Fehlentwicklungen sowie auch positiven Teilbereichen zu thematisieren. Ausgehend hiervon sind es vor Allem aber die 1989 neu gewonnenen bürgerlichen Grundrechte, die immer wieder hervorgehoben werden müssen. Denn nur so kann dem Phänomen der neuen Rechten entgegengewirkt werden. Diese gesamtdeutsche Aufgabe kann als ein Ziel des gemeinsamen Weges in Deutschland bilanziert werden. Die Fachschaft Geschichte zeigt aus diesem Grund im laufenden Schuljahr die Ausstellung "Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel", welche den Alltag seit 1990 fotografisch illustriert.

von Jan Heesch
erstellt am 02.10.2020

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