Wappen Max-Planck-Schule MPS Max-Planck-Schule-Kiel
Telefonnummer 0431 6499280 - E-Mail-Adresse Max-Planck-Schule.Kiel@schule.landsh.de QR-Code Hauptmenü
Max-Planck-Schule

Plastic Pirates-Go Europe!

Ein Projekt des Wissenschafts-Propädeutik-Kurses des 9. Jahrganges
Quelle: BMBF/Plastic Pirates – Go Europe!
Quelle: BMBF/Plastic Pirates – Go Europe!

Plastik Pirates ist eine gemeinsame Citizen-Science-Aktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem portugiesischen Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung und dem slowenischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport. Diese Aktion wird in allen drei Ländern anlässlich der Trio-Präsidentschaft im Rat der EU 2020 bis 2021 gemeinsam durchgeführt.

Ziel der Aktion ist die Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, die Förderung des bürgerwissenschaftlichen Engagements und die Sensibilisierung für einen bewussten und schonenden Umgang mit der Umwelt.

Die Aufgabe ist an Europas Flüssen gemeinsam den Plastikmüll zu erforschen. Dafür sind Schüler*innen in allen drei Ländern aufgerufen, Daten zu sammeln. Damit diese Daten später auch vergleichbar sind, wird in allen Ländern nach einheitlichen, standardisierten, wissenschaftlichen Methoden gearbeitet.

Unsere Aktion

Unser Wissenschafts-Propädeutik-Kurs des 9. Jahrganges hat an diesem Projekt teilgenommen. Der Kurs hat sich den Teil der Eider gesucht, an dem die Eider in den Schulensee mündet.

Dort wurde nach Müll in oder an der Eider ausgesucht. Unter Anleitung von Herrn Günther sind vier Gruppen gebildet worden, die dann an verschiedenen Stellen mit verschiedenen Methoden Müll gesucht haben.

Drei der Vier Gruppen haben direkt nach dem Müll gesucht und eine Gruppe hat nach möglichen Müllquellen wie zum Beispiel nicht vorhandenen Mülleimern gesucht. Außerdem hat die vierte Gruppe die Aktion dokumentiert und als „Reporterteam“ begleitet.

Gruppe 1: „Müll am Flussufer“

Die erste Gruppe hat nach dem Müll in der Nähe des Flusses gesucht. Sie haben ihren Suchradius genau begrenzt und eingeteilt. Das Gebiet in der Nähe des Flusses wurde in Flussrand, Flussböschung und Flusskrone eingeteilt. Aus diesen Gebieten wurden dann kleine Stichproben entnommen.

Der Flussrand ist der Bereich, der direkt neben dem Fluss ist (0-5 Meter vom Fluss entfernt). Die Flussböschung ist weiter entfernt von dem Fluss (5-15 Meter von dem Fluss entfernt). Dieses Gebiet befindet sich meistens auf der Höhe eines Weg neben dem Fluss. Die Flusskrone liegt ca 15 Meter und weiter von dem Fluss entfernt.

In unserem Fall waren diese Zonen sehr gut getrennt und der Weg hat die verschiedenen Zonen sehr gut markiert. Auf der linken Seite des Weges be ndet sich das Flussufer, auf der rechten Seite des Weges die Flusskrone (siehe Abbildung 2).

In diesen verschiedenen Zonen wurden jeweils in einem Kreis mit einem Durchmesser von 3 Metern nach Müll gesucht. Das Ganze wurde dann in der Zone zwei weitere Male wiederholt, dabei wurden immer 15 Meter zum letzen Kreis Abstand gehalten. Nachdem dieses Verfahren in einer Zone gemacht wurde, wurde dieser Prozess in den anderen Zonen durchgeführt.

Zum Abmessen der Kreise hat sich die Gruppe folgende vorgegebene Methode genutzt: Sie nahmen einen Stock und brachten dort ein 1,5 Meter langes Seil an. Damit konnte der Radius gut bestimmt werden (siehe Abbildung 3).

Die Gruppe beobachtete, dass sich am Flussufer am meisten Müll befand. Es handelte sich zum größten Teil um Plastik und Metallmüll. Fast in jedem Abschnitt in der ersten Zone wurden Plastik und Metallmüll gefunden. Andere Müllsorten konnten nicht entdeckt werden.

An der Flussböschung waren die Ergebnisse sehr ähnlich, denn hier wurde wieder sehr viel Plastikmüll gefunden. Sonst wurde noch kleiner metallischer Müll wie Kronkorken gefunden. Vermutlich haben Spaziergänger, die die Bank nutzten, nicht den naheliegenden Mülleimer benutzt.

An der Flusskrone liess sich nahezu dasselbe Bild wie in den anderen 2 Zonen feststellen. Es wurde viel Plastikmüll gefunden, weiteren Müll gab es nicht. In diesem Bereich wurde im Vergleich zu den anderen Zonen mit Abstand am wenigsten Müll gefunden. Da sich das Gebiet durch hohes Gras auszeichnet, wurde dieses vermutlich nicht von Menschen betreten.

Es lässt sich festhalten, dass sich an dem Ufer und der direkten Umgebung der Eider insgesamt viel Müll befand.

Gruppe 2 „Müllvielfalt am Flussufer“

Die zweite Gruppe beschäftigte sich auch mit dem Müll an dem Flussufer. Sie hatten sich einen bestimmten Bereich ausgesucht, in dem sie nach Müll suchten. Die Gruppe hatte nicht die Aufgabe den Müll in geogra sche Orte einzuteilen, sondern den gefundenen Müll, den sie und Gruppe 1 gefunden hatten, genauer zu dokumentieren. Dafür haben sie den Müll nicht einfach nur in Metall, Plastik und Glasmüll unterschieden, sondern nach festgelegten Kategorien gezählt und abschließend gewogen.

In der Tabelle 1 ist zu erkennen, dass der größte Teil des gesammelten Mülls Plastiktüten und kleinere Plastik- Verpackungen war. Aus Metall wurde auch viel Müll gefunden, die meisten Teile waren Reste von Aluminiumfolie. Außerdem wurden viel Papier und Glas aschen gefunden. Ingesamt ergab sich ein Gewicht von 30 kg wovon allein 20 kg Plastikmüll war, also 2/3. Der gesamte Müll wurde an einem 650 Meter langen Teil des Flussufers gesammelt.

Gruppe 3 „Treibender Müll“

Die dritte Gruppe hat im Fluss nach Müll gesucht. Dazu haben sie ein Netz bekommen, das sie dann für eine Stunde in den Fluss gehangen haben. In dem Netz sollte sich größerer Plastikmüll verfangen. Damit des Netz nicht unterging, wurden an beiden Seiten mit Luft gefüllte Plastik aschen platziert (siehe Abbildung 5). Daneben hat die Gruppe auch noch nach größeren Müllstücken in dem Fluss Ausschau gehalten.

Diese Gruppe hat keinen Müll im Fluss finden können.

Gruppe 4 „Reporterteam“

Diese Gruppe hat sich darauf konzentriert, mögliche Müllquellen in der Umgebung zu finden. Es ist davon auszugehen, dass die Eider in dem untersuchten Bereich an vielen Stellen nur von Privatgrundstücken begehbar ist und die Anwohner auf die Sauberkeit des Flusses achten.

Dazu wurden auch noch die Anwohner befragt, die bestätigten, dass sie keinen Müll in der Eider sehen können. Auch sagten sie, dass sie keinen Müll in den Fluss und in die Nähe des Flusses werfen würden. Insofern ist die Frage, woher der Müll kommen kann?

Es kann sein, dass die nahegelegene Straße, die über die Eider führt, die Ursache ist. An der Brücke, über die die Autos fahren und Fußgänger passieren, wurde nämlich der meiste Müll gefunden. So kann man davon ausgehen, dass der Müll von Passanten kommt. Dadurch dass viele Einwegverpackungen und Einwegprodukte gefunden wurden, kann man auch darauf schließen, dass das Fastfood-Geschäft in der Nähe des Flusses für den Müll verantwortlich sein könnte.

Auswertung/ Datenweitergabe

Nachdem alle Ergebnisse ausgewertet wurden, sind die wichtigsten Daten und Fotos auf folgender Webseite hochgeladen worden: plastic-pirates.eu/de/results/data-upload. So können andere Projektgruppen ihre Ergebnisse mit unseren vergleichen. Die Ergebnisse unseres Kurses werden von Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Portugal und Slowenien ausgewertet. Diese fassen dann die Ergebnisse unseres Kurses und aller anderen Gruppen zu einer großen Studie zusammen. Da dies einige Zeit dauert, müssen wir noch auf die Studie warten.

Den Stand der diesjährigen wissenschaftlichen Auswertung kann man unter diesem Link: https://www.plastic-pirates.eu/de/socialwall nden. Die Studie des letzten Jahres findet man unter diesem Link: https://www.plastic-pirates.eu/de/results/analysis

Fazit der Untersuchungen

Es ist festzustellen, dass sich in der Eider kein Müll nden lässt, was sehr erfreulich ist. Im Gegensatz dazu wurde an den Ufern der Eider sehr viel Müll gefunden.

Ein Lösungsansatz wäre durch den Verzicht von Einwegverpackungen den Müll zu verringern. Dies setzt ein Umdenken im eigenen Konsumverhalten voraus. Man sollte ressourcensparender leben und auch aus alten Dingen neue Ideen und Gebrauchsgegenstände fertigen. Außerdem sollten Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, nicht einfach weggeschmissen, sondern an Aktionen, wie z. B. den Tauchrausch an unserer Schule weitergeben werden. Das Projekt hat dazu geführt, dass jeder einzelne sich Gedanken über sein Konsumverhalten macht und dieses verändern kann.

von Jannis Mucha
erstellt am 19.12.2020

Debug:

Cache 1492Runtime / 0Memcached / 35Database
Ladezeit
begin document
0.005 Sekunden
header
0.051 Sekunden
end document
0.044 Sekunden
0.100 Sekunden
x