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Geographie

La noche de las velitas

... die Advents- und Weihnachtszeit in Kolumbien

Am Mittwoch, den 8.12.21, haben wir, die Klasse 5d, mit unserer Geographielehrerin Frau Kitschke-Diekötter einen Workshop zu dem Thema „Weihnachten in aller Welt, Weihnachten in Kolumbien“ durchgeführt. Dafür ist extra ein Referent, Herr Murillo-Conde, aus Kolumbien von der Organisation „Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)“ zu uns an die Schule gekommen.

Zuerst wollte er von uns wissen, wie wir Weihnachten feiern und was uns dabei wichtig ist. Für die meisten von uns ist es am wichtigsten, mit der Familie zusammen zu sein und natürlich auch, Geschenke zu bekommen.

Danach haben wir einiges über die kolumbianische Weihnachtszeit erfahren: Weihnachten ist dort anders als bei uns - sehr laut, bunt und blinkend.

Die Weihnachtszeit beginnt in Kolumbien mit dem Lichterfest (la Noche de las Velitas).

In einem kurzen Videoclip konnten wir uns ein Lichterfest anschauen. Man feiert es in der Nacht vom 7. Dezember, am Abend vor Maria Empfängnis, um die heilige Jungfrau Maria zu ehren. Überall um die Häuser, in Parks und den Straßen werden kleine Lichter und Lampions aufgestellt. So versichern sie sich, dass Maria den Weg zu ihrem Haus findet und es segnen kann. Es kommen in ganz Kolumbien die Familien zusammen. Die Kinder dürfen länger aufbleiben und wortwörtlich mit dem Feuer spielen und die Erwachsenen passen auf. Es wird viel gegessen und getanzt.

Das richtige Weihnachtsfest wird, wie bei uns, am 24. Dezember, an Heiligabend („Nochebuena“) gefeiert. Neun Tage vorher, ab dem 16.12., trifft man sich jeden Abend mit der Familie und liest beispielsweise immer einen Teil der Weihnachtsgeschichte zusammen. Das wird Novena de Navidad genannt.

Passend zum Thema Lichterfest, durfte jedes Kind im Workshop für sich eine Kerze anmalen, bekleben und mit nach Hause nehmen. Außerdem haben wir Schmuck für unseren Tannenstrauch im Klassenraum gebastelt. Da waren bunte Seepferdchen, Fische und Papageien dabei. In Kolumbien werden keine Tannenbäume, dafür aber andere Pflanzen und Sträucher im Haus und Garten geschmückt. Anschließend wurde uns von unserem Gast beigebracht, wie man in Kolumbien tanzt. Wir haben alle eine Einführung in Salsa und Merengue bekommen sowie Limbo getanzt, das war lustig. Im Kolumbien tanzt man gerne Salsa und Merengue auf den Straßen und erfreut sich gemeinsam in größerer Gesellschaft bzw. Nachbarschaft an der Weihnachtszeit. Diese Zusammenkünfte und Feiern auf den Straßen sind auch aufgrund der warmen Temperaturen in der kolumbianischen Weihnachtszeit (um die 20 °C) möglich

Das Workshopende haben wir kulinarisch ausklingen lassen, in einer Kombination aus traditionell deutschen Adventsspezialitäten - selbstgemachtem heißen Apfelpunsch mit duftenden Gewürzen und Spekulatius - sowie einer Weintraubentradition aus Kolumbien. Genossen haben wir das gemütlich um den Weihnachtsbaum auf dem Mensaschulhof, natürlich mit Abstand. Dabei haben wir aber auch gelernt, dass es in Kolumbien Brauch ist, an Silvester Weintrauben zu essen. Wenn es Mitternacht ist, werden 12 Trauben gegessen und mit jeder Traube kann man sich etwas für jeden Monat des neuen Jahres wünschen. Wir haben schon einmal geübt und uns gute Wünsche kombiniert mit süßen Weintrauben für das neue Jahr überlegt.

Der Workshop hat richtig viel Spaß gemacht und war sehr interessant. Wir haben viel Neues erfahren und es war eine tolle Abwechslung zum Unterricht.

von Ida Ullrich und Hinrike Heyel, Klasse 5d
erstellt am 10.12.2021

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